Veranstalter der lokalen Klimaschutz-Diskussion zu Gast bei der EU

Helmut Wolman bei der EU-Commission in Brüssel, im Plenarsaal des Kommitees der Regionen.

Unter dem Titel berichtete das #Emmendinger Amtsblatt am 18.5. über unsere Reise nach Brüssel:

„Brüssel fragt, Emmendingen antwortet“: Mit dieser Ansage hatte die Stadtverwaltung im Januar gemeinsam mit der Emmendinger „Klimafit“-Initiative zu einer Online-Diskussion von zentralen Klimaschutz-Themen aufgerufen. Im Rahmen es Europäischen Klimapaktes entwickelte die EU ein Beteiligungsformat, das als sogenanntes „PeerParliament“ jeweils zwei Fragen aus den Themenbereichen „Ernährung/Konsum“, „Mobilität“ und „Energie“ zur Diskussion stellte. Die Idee des Emmendinger Gemeinschaftsprojektes, alle Themen gemeinsam in einer Veranstaltung als Online-Konferenz anzubieten, wurde jetzt von der EU mit einer Einladung nach Brüssel als „Best Practice“-Beispiel für die Zusammenarbeit einer Kommune mit einer Klimaschutz-Initiative honoriert.
Anfang Mai hat Helmut Wolman, Mitglied der Klimafit-Initiative und einer der Moderatoren des „PeerParliaments“ im Januar, das Konzept in Brüssel vorgestellt. Dabei wurden neben vorgegebenen Antwort-Möglichkeiten auch eigene Lösungsvorschläge formuliert, die den Teilnehmer_innen besonders wichtig waren und in der abschließenden Abstimmung jeweils auf den Plätzen 1 und 2 der Empfehlungen an die EU-Kommission landeten. Für die Stadtverwaltung besonders interessant sind die Ergebnisse im Bereich „Mobilität“ und „Energie“: Die Diskussion um die Fördermöglichkeiten für einen nachhaltigeren Umgang mit Energie können als Anregung für die kommunale Förderpraxis aufgegriffen werden.
Die Empfehlungen von insgesamt fünf Emmendinger Diskussionsgruppen sind zusammen mit 456 weiteren PeerParliaments in ganz Europa in die „Konferenz zur Zukunft Europas“ eingeflossen, die mit einem 336 Seiten starken Abschlussbericht endete.
Mehr Informationen: https://futureu.europa.eu/?locale=de

EMMENDINGEN AKTUELL | 30. Jahrgang – Nr. 20 – Mittwoch, 18. Mai

Von dem Besuch hat Helmut Wolman direkt auf Twitter ein kleines Video gepostet:

Insgesamt war es in Brüssel spannend zu erleben, wie viele Bürger, NGOs aber auch BürgermeisterInnen und Verwaltungen sich für mehr Klimaschutz einsetzen und wie viel andere Städte schon dafür tun. Z.B. haben sich in einem Bundesland in Belgien fast 400 Kommunen (über 90% der Kommunen in der Region) zu einer Allianz der Willigen zusammengeschlossen und sich verbindliche Auflagen gemacht, wie viele Bäume, Radwege, Solaranlagen, Windkraftanlagen, Gedämmte Häuser etc. es pro Einwohner geben muss. Das besondere dabei, kann eine Stadt ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, darf sie tauschen und handeln und bspw. einer anderen Kommune Geld dafür zahlen, damit dort mehr Bäume gepflanzt oder Häuser saniert werden…

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