Sonntag sind Wahlen: FÜRS KLIMA UND GEGEN RECHTS!

In zwei Tagen wird gewählt – an diesem Sonntag wird sich zeigen, worauf wir uns in den nächsten Jahren einstellen können und/oder müssen. Es ist nicht nur eine Wahl, bei der es um den Erhalt, den Schutz und die Stärkung der Demokratie geht, sondern einmal mehr auch „Klimawahl“.

Das die beiden Themen untrennbar miteinander verbunden sind ist, zumindest den denkenden Menschen unter uns, sicher klar.

Nur eine starke Demokratie wird es schaffen, die Mammutaufgabe der Klimaanpassung und die längst überfällige Transformation mit anzupacken und zu stemmen.

Nur eine starke und Demokratie wird es schaffen, Zuwanderung und Migration anzunehmen und Hass und Hetze keinen Raum zu lassen.

Nur eine starke Demokratie wird es schaffen, mit den Problemen, Herausforderungen und den notwendigen Einschränkungen und Veränderungen zurecht zu kommen.

Das die Klimakrise auch in Deutschland längst da ist, kann niemand mit Verstand mehr leugnen – mehrere dramatische Hochwasserkatastrophen gab es allein dieses Jahr – da kann man nicht mehr von einem Jahrhundertereignis sprechen. Aber anstatt diese dramatischen Auswirkungen und Ereignisse endlich zum Anlass zu nehmen sich für echten und schnellen Klimaschutz stark zu machen, werden diese Orte einzig wieder zur Inszenierung politischer Eitelkeiten genutzt. Man klopf sich auf die Schultern, wie gut man doch vorbereitet war und das alles hätte viel schlimmer kommen können. Statt endlich der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, wird abgelenkt und vor allem viel versprochen. Einzig ein kleiner „Lichtblick“ war, das Kanzler Scholz den Klimawandel tatsächlich als menschengemacht ausgesprochen hat, aber das alleine reicht nun einmal bei weitem nicht.

Es reicht nicht im Angesicht einer unübersehbaren Katastrophe schöne Worte zu machen, wenn nicht auch Taten folgen.

Ich bin an vielen Tagen einfach nur noch fassungslos wie wir Menschen uns verhalten – ich habe dazu in einer seriösen Zeitung ein sehr treffendes Wort gelesen: Realitätsverweigerungstheater.

Besser kann man es wirklich nicht ausdrücken. Wir sind als Menschen an einem Punkt angelangt an dem wir unseren Planten so zerstört haben, dass viele Dingen nicht mehr reversibel sind. Wir vermüllen, verdrecken, vergiften und zerstören in rasendem Tempo ganze Ökosysteme, unsere Böden, unser Trink-und Grundwasser, haben ein nie dagewesenes Artensterben zu verantworten und tun trotzdem so, als ob alles in bester Ordnung ist.

Wichtiger ist doch, dass man noch möglichst lange mit seinem dicken SUV mit Verbrenner ungebremst über die Autobahn rasen darf, billig durch die Welt fliegt und dabei den Einheimischen dort ihre Lebensressourcen streitig macht, den Konsumwahnsinn weiter beibehalten kann und möglichst viel billiges Fleisch aus der Massentierhaltung essen kann – man hat es sich ja schließlich verdient. Und warum überhaupt soll man denn verzichten, wenn es der Nachbar auch nicht tut. Und außerdem soll die Politik erst mal anfangen.

Und da sind wir wieder bei der Politik und bei den Wahlen am Sonntag.

Und an dem Punkt, warum ich mit soviel Sorge auf diesen Tag schaue – leider gibt es immer noch eine Menge „seriöser“ Parteien, die genau dieses Denken weiter unterstützen und den Menschen genau dies vorgaukeln. Und leider wird es eine Menge Menschen geben, die genau deshalb ihre Stimmen einer solche Partei geben werden.

Ist der eigene Egotrip wirklich so viel wichtiger als eine lebenswerte Zukunft? Ist Verzicht wirklich so dramatisch, wenn man weiß, was man alles zu verlieren droht? Ist es wirklich so schwer, über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich klar zu machen, dass man als verwöhnter Wohlstandsmensch, auch eine Verantwortung gegenüber anderen trägt? Warum sind so viele nicht in Lage sich der Realität zu stellen, sondern flüchten lieber in ihre kleinen (digitalen) Scheinwelten?

Egal wie man es dreht und wendet – die Klimakrise ist da, sie bestimmt unser aller Leben und Alltag, sie wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten alles verändern und uns dazu zwingen, dass auch wir uns ändern müssen.

Egal wie sehr man es leugnet und abstreitet und sich dagegen wehrt…

Dennoch hege ich auch große Hoffnung, dass es trotz allem,´ auch viele Menschen geben wird, die diese Wahl nutzen – für mehr Klimaschutzmaßnahmen, für eine sozial gerecht Welt, für eine starke Demokratie und für eine lebenswerte Zukunft!

Bild von JK_HGZ auf Pixabay

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2 Gedanken zu „Sonntag sind Wahlen: FÜRS KLIMA UND GEGEN RECHTS!

  1. Thomas Antworten

    Hallo Kristina,
    sehr schön und überaus treffend formuliert, danke für deine immer wieder lesenswerte Blogbeiträge

  2. Beatrix Helbling Antworten

    Danke liebe Kristina!❣️

    Ich hoffe mit Dir, dass u.a. die „Wohlstands“Partei, die jetzt u.a. die Tempo 30er Zonen wieder Richtung 40 drücken will, damit man doch wieder etwas „zügiger“ an RadfahrerInnen vorbeifahren kann und die FußgängerInnen gerne mal wieder übersieht, möglichst wenig Stimmen bekommt!!!

    Und dass die Klüngelwirtschaft in Emmendingen etwas aufgemischt wird!!! 😉

    LG Beatrix

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